Ein aus Weiden oder Haselruten gebautes Gerüst in Form eines Iglus wird mit Decken abgehängt. Im Inneren dieser Hütte befindet sich eine Vertiefung, dort hinein werden während der Zeremonie heiße Steine gelegt, die den Raum erhitzen. Zu Beginn einer Schwitzhüttenzeremonie fokussiert sich jeder Teilnehmer auf die Absicht, die er mit in die Hütte nehmen möchte. Danach beteiligen sich alle an den vorbereitenden Arbeiten. Das Feuer, in dem die Steine erhitzt werden, wird gemeinsam gebaut, entzündet und gehütet. Wenn die Steine rotglühend sind, begeben sich alle in die Hütte. Ein/e Feuerhüter/in und ein/e Türhüter/in unterstützen die Zeremonie von außen. Die Steine werden dann nach und nach in die Hütte getragen und in das Steinloch in der Mitte gelegt, Kräuter, die auf den Steinen verglimmen, schaffen eine reinigende und heilende Atmosphäre.
Die 4 Himmelsrichtungen und die damit verbundenen verschiedenen Aspekte unseres Seins: Verstand, Gefühl, Spiritualität und Körper, sowie der Fokus auf „Ich“, „Du,“, „Wir“, die „Erde- und die gesamte Schöpfung“ bestimmen die besondere Dramaturgie in der Hütte.
Den Abschluss bildet ein gemeinsames Essen.
Diese uralte Zeremonie kann uns bei den verschiedenen Anforderungen, die die heutige Zeit an uns stellt, unterstützen. Sie kann helfen uns zu fokussieren, Altes loszulassen und Kraft und Unterstützung für anstehende Aufgaben einzuladen.
Besondere Anlässe
Schwitzhüttenzeremonien können zu besonderen Anlässen durchgeführt werden und speziell auf diese Absicht zugeschnitten sein: Geburtstag, Hochzeit, Trennung, Unterstützung spezieller Themen, etc.
Auf Anfrage gibt es auch Kinderschwitzhütten, eine Schwitzhüttenzeremonie an Ihrem eigenen Platz, Eintagesseminare, sowie Wochenenden mit Hüttenbau und Einführung in Ablauf und Geschichte der Zeremonie.
Ausbildung zur Wassergießerin/zum Wassergießer: besondere Zugangsvoraussetzungen, bei Interesse bitte nachfragen, kein schriftliches Infomaterial.